Sinnlos zerrissen und über den Erdball zerstreut
Texte von Flüchtenden aus acht Jahrzehnten

Ursula Erber trägt im Rahmen einer musikalischen Lesung bewegende Texte aus acht Jahrzehnten vor, die Flucht, Vertreibung und Exil thematisieren.
Darunter befinden sich Autoren wie Ödön von Horváth, Bert Brecht oder Alfred Polgar, die das Exil nach 1933 erlebten, sowie zeitgenössische Autoren, die sich im Rahmen des Writers in Exile Programms des PEN-Zentrums Deutschland mit persönlichen Erlebnissen ihrer eigenen Fluchterfahrung auseinandersetzen.
Immer wieder verschwinden dabei in der Beschreibung der Nöte, der Verzweiflung, aber auch der ausgedrückten Hoffnungen die zeitlichen Bezüge: was ist Vergangenes, was ist Gegenwärtiges?
Wir begleiten diese Lesung mit einer Auswahl von Musikstücken unterschiedlichster Stilrichtungen und Herkunft, die die Stimmung von Text zu Text tragen. Die Spanne reicht von Klezmer über Astor Piazzolla hin zu Bearbeitungen von Claude Debussy und Dmitri Schostakowitsch.
Ursula Erber wuchs in Obermenzing in einem künstlerisch geprägten Elternhaus auf. Nach der Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München hatte sie ab 1954 unter anderem auch Engagements am Bayerischen Staatsschauspiel und an den Kammerspielen München. Seit 2007 spielt sie eine Hauptrolle in der Fernsehserie Dahoam is dahoam des Bayerischen Rundfunks.